Bereits am Freitag reisten wir zum 60. Geburtstag des CC Zug in die Hertihalle. Das Jubiläumsturnier hatte ungewohnte Dimensionen – 11 Rinks über zwei Hallen, drei Gruppen mit total 66 Mannschaften und Preisen im Wert von 25’000.–. Da Zug in allen Curlingligen von Jung bis Alt seit Jahren omnipräsent ist, reiste das Who-is-who der Szene für dieses Turnier aus allen Landesteilen an.

Da Marco einen Geschäftsanlass hatte, suchten wir nach einem Ersatz. Irgendwie wollten oder konnten unsere Standard-Ersatzspieler diesmal nicht. Gefühlt in letzter Sekunde konnte Thomas noch unseren Präsidenten motivieren – ein absoluter Glücksfall, wie sich herausstellte.

Zum Start trafen wir bereits auf alte Bekannte. Die Liga-erprobten Ladies aus Bern taten sich zu Beginn jedoch deutlich schwerer als wir auf dem feinen Eis. Bereits früh war deshalb das Spiel entschieden, die Damen blieben jedoch trotz Rückstand ruhig und kämpften sich ins Spiel hinein. Es flogen keine Besen oder irgendwelche Steine – da können einige von uns dei den Bernerinnen eine Scheibe davon abschneiden.

Im zweiten Spiel warteten mit Stefan Meienberg und Florian Meister bereits ehemalige Ligaspieler auf uns. Zu diesem Spiel starteten wir zu dritt, da Hansjörg zurück ins Glarnerland an eine HV musste. Bis zum fünften End spielten wir noch mit Abstrichen – Fabians Länge war beispielsweise hinter der Backline. Gegen Ende passte dann aber alles, und so konnten wir mit etwas Glück den Sieg noch stehlen.

Nachdem Fabian auch noch die offen gebliebenen Essen bezahlt hatte, ging es noch kurz auf einen Abstecher zu Rink 12 – in die Festhütte. Während sich die einen mit Trinkspielen beschäftigten, hielten wir den einen oder anderen Schwatz und machten uns dann aber zeitig auf den Weg ins Ibis nach Baar – schliesslich hatten wir am nächsten Tag ein wichtiges Spiel.

Was für ein Spielplan – eine Partie um 08:00 Uhr und dann den Rest des Tages frei. Auch wenn Fabian es immer abstreiten wird, liegen ihm die Morgenspiele inzwischen auch. Mit dem letztjährigen Senioren-Schweizermeister wartete der nächste harte Brocken auf uns. Diesmal wieder mit Hansjörg und seiner Längenkonstanz, was jeweils die Basis für unseren Spielaufbau war. Die Partie war stets ausgeglichen – jeder kleine Fehler wurde umgehend bestraft. Zum Glück machten sie den einen oder anderen Fehler mehr als wir, sodass wir auch diese knappe Partie zu unseren Gunsten entscheiden konnten.

Drei Sieg in der Gruppe war gleichbedeutend mit dem ersten Rang.

Nach gut 15 Jahren wollte Reto am Mittag unbeding wieder einmal zu HAN um mongolisch zu Essen. Thomas fand dies nicht ganz so prickelnd, er ordnete sich aber für einmal unter und fand dann doch auch noch etwas für den Hunger. Das nächste mal darf Thomas die Lokalität bestimmen.

Rind, Schwein, Huhn und Fisch kennt man ja, Känguru hingegen gibts dann doch nicht überall.

Am Abend ging es mit dem Zug nach Zug – welch ein Drama für unseren Autofreak. Ohne Thomas hätte er nicht einmal ein Ticket bekommen. Der Abendanlass war dann durchaus schön und lustig. Auf den Discoteil haben wir dann aber bewusst verzichtet, um im Hotel in Ruheden den Frauen-WM-Final sehen zu können.

An diesem Essen hatte Thomas übrigens definitiv mehr Freude – keine Luft, kein Brennen in den Augen, wie von den Asia-Zeugs.

Am Finaltag warteten zum Schluss mit Eberhard, Tanner und Stocker noch einmal drei Liga-Curler auf uns, verstärkt durch Sandrine Tschamper, die Glarner Auswanderin. Wir verschliefen zwar den Start und lagen schnell zurück, kämpften uns dann aber in die Partie hinein. Unsere Gegner liessen oft ihre Qualitäten durchblicken, was etwas frustrierend war. Sie machten dann aber doch noch den einen oder anderen Fehler, den wir ausnützen konnten. Zum Schluss mussten wir uns wegen 1 cm geschlagen geben. Schade – wir waren doch so nahe dran.

Am Ende landeten wir in einem starken 66er-Feld auf dem 9 Platz, inmitten von Swissleague-Spielerinnen und Spieler – darauf können wir durchaus stolz sein.
Hansjörg – Danke an diser Stelle für deinen Einsatz, du bist jederzeit gerne wieder willkommen im Team.



